ODER
Als Notarfachangestellte/r rockst du das Büro hinter den Kulissen – mit Köpfchen, Organisationstalent und einem feinen Gespür für Recht und Ordnung. Ob Hauskauf, Ehevertrag oder Erbschaft: Ohne dich läuft im Notariat nichts! Klingt erstmal trocken? Von wegen! Hier geht’s um echte Lebensgeschichten, wichtige Entscheidungen und einen Beruf, der mehr draufhat, als man denkt.
Als Notarfachangestellte bist du die rechte Hand des Notars. Du kümmerst dich um den gesamten Schriftverkehr, organisierst Abläufe im Notarbüro und bist die erste Anlaufstelle für Mandant/innen.
… bei Hauskäufen eine entscheidende Rolle spielen?
… Verträge mit rechtlicher Wirkung aufsetzen?
… jede Menge Jura-Wissen haben – ganz ohne Studium?
… echte Organisationstalente sind?
… zu den bestbezahlten Büroberufen im rechtlichen Bereich gehören?
Dein Tag startet im Notarbüro. Dort beantwortest du Anfragen von Mandant/innen, bereitest Beurkundungstermine vor und sorgst dafür, dass alle nötigen Unterlagen bereitliegen. Wenn ein Vertrag unterschrieben wurde, übernimmst du die weitere Abwicklung: Du kümmerst dich um die Eintragungen im Grundbuch oder die Kommunikation mit Behörden.
Außerdem:
Die Ausbildung zum Notarfachangestellten dauert in der Regel drei Jahre und ist dual – das heißt, du bist abwechselnd in der Berufsschule und im Notarbüro. Das lernst du:
Du lernst, komplexe rechtliche Vorgänge verständlich aufzubereiten und formale Fehler zu vermeiden – denn im Notariat zählt jedes Wort.
Rechtsanwaltsfachangestellte | Notarfachangestellte |
Vertretung: Arbeiten für Anwält/innen, die die Interessen ihrer Mandant/innen vertreten – manchmal sogar vor Gericht. |
Neutralität: Arbeiten für Notar/innen, die neutral bleiben müssen und alle Parteien gleichermaßen beraten.
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Streit: Beim Rechtsanwalt geht’s oft um Streitfälle: z. B. Scheidungen, Kündigungen, Strafsachen.
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Einigung: Beim Notar geht’s eher um Einigung: z. B. Immobilienkauf, Ehevertrag oder Testament – also freiwillige, einvernehmliche Regelungen.
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Tempo: In Kanzleien ist oft viel los und schnelle Reaktion gefragt – z. B. bei Fristsachen.
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Genauigkeit: Im Notariat zählt eher absolute Genauigkeit, weil Urkunden sofort rechtlich bindend sind – Fehler sind hier ein No-Go!
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Du erstellst Urkunden und Verträge, die sofort gültig sind – ohne Richter oder Gerichtsurteil. Ziemlich mächtig, oder?
Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, die meisten Azubis haben einen Realschulabschluss oder das (Fach-)Abitur.
Was du mitbringen solltest:
Besonders hilfreich: Gute Noten in Deutsch und Wirtschaft und Recht.
Die Ausbildungsvergütung variiert je nach Bundesland und Kanzlei bzw. Notariat. Durchschnittlich kannst du mit folgendem Bruttogehalt rechnen:
In einigen Bundesländern wie Bayern oder NRW kann es durch Tarifverträge, zum Beispiel im Bereich der Justizverwaltung, auch etwas mehr Gehalt sein.
Nach der Ausbildung liegt dein Einstiegsgehalt bei etwa 2.000 bis 2.600 € brutto im Monat (netto: ca. 1.450 – 1.800 €). Mit Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen oder einer Anstellung in größeren Kanzleien oder in Ballungsräumen kann dein Gehalt auf 3.000 € oder mehr (netto: ca. 2.050 €) steigen.
Die Bewerbung läuft meist direkt über einzelne Notariate. Wichtig ist, dass du im Anschreiben zeigst, warum du sorgfältig und zuverlässig arbeitest und dich für rechtliche Themen interessierst.
Darauf solltest du achten:
Einige Kanzleien wünschen sich zudem Bewerbungen per Post, nicht nur digital – achte auf die Hinweise in der Stellenanzeige!
Mit einer abgeschlossenen Ausbildung stehen dir viele Wege offen:
Mit entsprechender Erfahrung kannst du Führungsverantwortung übernehmen – etwa als Büroleitung in einem großen Notariat. Und durch die Digitalisierung entstehen ständig neue Arbeitsfelder, z. B. im Bereich elektronischer Rechtsverkehr.
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