ODER
Erst eine Ausbildung machen und dann die Welt sehen? Mit der Ausbildung zum Schiffsmechaniker bzw. zur Schiffsmechanikerin kannst du beides vereinen. Du arbeitest an Bord von Schiffen, hältst den Maschinenraum am Laufen und bist Teil einer Crew auf hoher See. Was man dafür alles können muss, erfährst du auf diesem Profil.
Übrigens: Schiffsmechaniker werden auch Matrosen genannt. Die Ausbildung heißt aber trotzdem Schiffsmechaniker.
Als Schiffsmechaniker bist du das technische Allroundtalent an Bord. Du kontrollierst Maschinen, hilfst bei Reparaturen und sorgst dafür, dass der Motor, die Pumpen und andere Anlagen zuverlässig laufen – egal ob mitten auf dem Ozean oder im Hafen. Auch an Deck übernimmst du Aufgaben, zum Beispiel beim Laden von Containern oder bei Manövern. Zudem ist der Schiffsmechaniker für die Sicherheitseinrichtungen an Bord und die Betriebsbereitschaft der Rettungsgeräte verantwortlich.
Die Aufgaben von Schiffsmechanikern auf einen Blick:
Als Schiffsmechanikerin arbeitest du in Reedereien, im Güter- und Passagierverkehr oder in Hafen- oder Schiffbaubetriebsanlagen. Auch der Einsatzort variiert oftmals: Du führst Instandhaltungsarbeiten über und unter Deck durch, oder hast bedarfsweise Wachdienst auf der Kommandobrücke sowie im Maschinenraum. Du arbeitest im Team, oft im Schichtdienst, und trägst mit deiner Arbeit einen wichtigen Teil dazu bei, dass das Schiff sicher und pünktlich unterwegs ist.
Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Schiffsmechaniker. In dieser Zeit lernst du die Theorie in der Berufsschule und die Praxis in deinem Ausbildungsbetrieb – diese Ausbildungsform nennt man auch duale Ausbildung. Als Schiffsmechaniker-Azubi wirst du wahrscheinlich Blockunterricht haben, also mehrere Wochen am Stück zur Berufsschule gehen. Anschließend verbringst du längere Zeit an Bord und in Häfen.
Das lernst du in der Ausbildung:
Um Schiffsmechanikerin werden zu können musst du mindestens 16 Jahre alt sein – erst dann darfst du an Bord eines Schiffes eingesetzt werden. Außerdem musst du deine Seediensttauglichkeit nachweisen. Das machst du am besten bei einem Arzt, der dafür zugelassen ist. Auf der Website Deutsche Flagge steht, welche Ärzte in Deutschland für diese Überprüfung zugelassen sind.
Weitere Voraussetzungen für die Schiffsmechanikerin-Ausbildung:
Im ersten Jahr verdienst du als Schiffsmechaniker-Azubi bereits 1.159 Euro brutto im Monat. Im zweiten Jahr gibt es dann 1.446 Euro monatlich und im dritten Ausbildungsjahr knackst du sogar die 2.000er-Marke. Damit gehört der Schiffsmechaniker zu den bestbezahlten Ausbildungen in Deutschland.
Info: Die Gehaltszahlen beziehen sich auf den Heuertarifvertrag See (HTV-See, Stand: Okt. 2024), nachdem Schiffsmechaniker in der Regel bezahlt werden. Das hohe Gehalt setzt sich aus einer Grundvergütung, einer Abschlagszahlung und einer pauschalen Überstundenvergütung zusammen. Überstunden kommen vor allem dann zustande, wenn du auf der See unterwegs bist.
Ausbildungsjahr | Gehalt (brutto/Monat) |
1. Jahr | 1.159 Euro |
2. Jahr | 1.446 Euro |
3. Jahr | 2.001 Euro |
Übrigens: Unter bestimmten Voraussetzungen ist es dir auch möglich, deine Ausbildungszeit zu verkürzen. In diesem Fall erhältst du, je nachdem in welchem Ausbildungsjahr du deine gesamte Ausbildungszeit verkürzt, schon den Verdienst eines Schiffsmechanikers in der Ausbildung des Folgejahres.
Wenn du nach dem Heuertarifvertrag für die deutsche Seeschifffahrt (HTV-See) bezahlt wirst, kannst du mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 4.300 Euro im Monat rechnen. Je nach Ort deiner Beschäftigung können sich die Gehälter durchaus unterscheiden. So verdient man in Hafenstädten wie Hamburg oder Bremen noch etwas mehr als z. B. in der Binnenschifffahrt an Ruhr und Rhein. Mit der Zeit kannst du bis zu 5.100 Euro als Schiffsmechaniker verdienen.
Info: Wenn du nicht nach Tarifvertrag bezahlt wirst, greift mindestens der Mindestlohn. Das sind ca. 2.100 Euro brutto im Monat.
Mit Weiterbildungen kannst du dein Gehalt nochmal richtig steigern, z. B. zum Kapitän oder Schiffsmaschinist. Bis zu 8.000 Euro brutto sind da drin!
STCW steht für „Standards of Training, Certification and Watchkeeping“ und ist ein internationaler Standard für die Sicherheit und Ausbildung von Seeleuten. Ohne diese Nachweise darfst du auf vielen seegängigen Schiffen nicht arbeiten – sie sind gesetzlich vorgeschrieben. Außerdem brauchst du sie, um die Offizierslaufbahn zu durchlaufen. Beispiele für STCW-Schulungen sind die Basic-Safety-Schulung (Überleben auf der See, Erste Hilfe, etc.) oder die Sicherheitsgrundausbildung.
Wie bei allen Bewerbungen musst du ein individuelles Anschreiben verfassen, deinen Lebenslauf schreiben und deine Zeugnisse hinzufügen. Bei der Ausbildungsbewerbung als Schiffsmechanikerin kommt außerdem noch die ärztliche Bescheinigung über deine Seediensttauglichkeit hinzu.
Im Anschreiben ist folgendes wichtig:
So überzeugst du im Lebenslauf:
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